Auto, Bus oder Taxi?
Bus
Der südwestliche Teil der Insel Kreta ist geprägt durch kleinere Orte, verteilt an der südlichen Küste Kretas. Viele Sehenswürdigkeiten liegen abseits vom Tourismus und die menschenleeren Strände sowieso. Zwar ist der Süden auch mit dem Bus zu erkunden, hierbei ist vor allem Geduld und Gelassenheit gefragt. Die Busfahrpläne sind nicht so genau zunehmen und die Bushaltestellen sind nur mit einem scharfen Auge als solche auch erkennbar. Sollten sie die Haltestelle gefunden haben, heißt das aber noch nicht, dass der Bus dort auch hält. Damit der Bus sie mitnimmt, sollten sie sich mit einem einfachen winken bemerkbar machen. Die Busse sind zum großen Teil mit Klimaanlage ausgestattet.ACHTUNG: Außerhalb der Urlaubssaison gelten andere Fahrpläne, denn die Busse fahren eindeutig seltener.
Hier finden sie Fahrpläne und weitere wichtige Informationen
zum Busverkehr.
http://www.cretetravel.com/Bus_schedules/index.htm
Leider ist diese Seite nur in englisch verfügbar. Sie werden feststellen, dass auf dieser Seite die Fahrpläne nach den Orten Herklion, Chania und Rethymnon, Agios Nikolaos usw.,aufgeteilt sind. Das liegt daran, dass jeder der vier kretischen Regierungsbezirke, sein eigenes Netz hat. So kann es bei längeren Fahrten sein, dass sie umsteigen müssen, um in das andere Netz zugelangen.
Fazit:
Der Bus stellt die preiswerteste Art und Weise da, Kreta zu erkunden.
Auto
Um einen angenehmen Urlaub zu garantieren,
sollten sie sich ein Auto, am besten einen Jeep, mieten.
Die Vorteile liegen klar auf der Hand, sie sind flexibler,
können kleine Jeeptouren durch Schluchten, verlassene Orte,
Bergdörfer unternehmen. Rund um Matala, Kalamaki und Agia Galini
liegen einige guten Tavernen außerhalb der eigentlichen
Dorfzentren, diese sind nur mit dem Auto erreichbar.
Ein Auto können sie in ihrem Reisebüro zu Hause, im Internet
oder in ihrem Urlaubsort beim Vermieter direkt mieten.
Denken sie daran, ein Auto vor Ort zu mieten ist nicht immer
preiswerter als von zu Hause aus. Von einem Cabriolet bei 40
Grad Hitze ist dringend abzuraten.
Straßenverhältnisse
Sie sollten sich im Klaren sein, dass die Straßen
nicht immer unseren Standards entsprechen.
Die " New National Road" von Kastelli über Chania,
Rethymnon, Heraklion usw. bis nach Sitia ist sehr
gut ausgebaut. Sie ist wohl auch die einzige Straße,
wo es überhaupt möglich ist, streckenweise die erlaubten
100 km/h zu fahren. Was auf der Karte, wie eine fast gerade
Strecke aussieht, sieht leider in der Realität anders aus.
Auch hier haben sie immer wieder kurvenreiche Streckenabschnitte und einige davon
haben es wirklich in sich.
Allgemein sind die Straßen auf Kreta serpentinenartig, schmal
und mit Geröll am Straßenrand verseht. Gerade nach dem Winter und
langen Regenfällen, weisen die Straßen eine Menge an Löcher auf,
die nur langsam behoben werden. Beachten sie deshalb folgendes:
Die meisten Distanzen auf der Karte sehen sicher nicht besonders
groß aus, aber aufgrund der
ihnen eben beschriebenen Straßenverhältnissen, brauchen sie häufig
weit länger als geplant.
Im Ganzen fahren sie vorsichtig, man weiß nie was sie hinter der
nächsten Kurve erwartet (Ziegen am Straßenrand sind keine Seltenheit).
Verkehrsregeln
Die Verkehrsregeln sind zu 99 %, dem der nordeuropäischen ähnlich.
Hier einige Besonderheiten.
Sie werden kaum auf Vorfahrts- oder Hauptstraßenschilder treffen.
Das macht es immer einweinig unübersichtlich, wer denn gerade Vorfahrt
hat. Im Allgemeinen befinden sie sich auf der Vorfahrtstraße. Sollten sie allerdings ein
Stoppschild auf ihrer Seite haben, haben sie zu halten und den anderen zu gewähren..
Wenn sie sich nicht sicher sind, halten sie lieber an.
Der Grieche in der Regel hupt einmal, wenn er auf eine kleine Kreuzung
trifft, und nicht ein sehen kann, ob ein anderer aus der Nebenstraße kommt.
Die Griechen fahren leider nicht immer so geordnet wie wir das kennen.
Sie halten einfach mal ohne Vorwarnung an, gegebenenfalls auch auf der
Kreuzung.
Zweispurige Straßen in dieselbe Richtung, werden häufig nicht von ihnen
als solche erkannt, d.h. sie fahren in diesem Fall fast immer mittig.
Die Hupe eines Autos spielt in Griechenland eine wichtige Rolle.
Lassen sie sich nicht aus der Ruhe bringen.
Vor Taxifahrern kann ich sie nur warnen, sie meinen grundsätzlich
Vorfahrt zuhaben.
Verkehrskontrollen waren in der Vergangenheit Seltenheit. Allerdings
scheint sich hier was zu tun. In Chania sehe ich immer häufiger
Verkehrskontrollen. Dabei wird nicht immer die Geschwindigkeit
kontrolliert, sondern ob sie angeschnallt sind, einen Helm aufhaben,
wenn sie ein Motorrad fahren, mit Alkohol unterwegs sind usw.
Das nicht anschnallen im Auto kosten 350 Euro. Zahlen sie innerhalb
der nächsten 10 Tage, müssen sie "nur" die Hälfte bezahlen.
Taxi
In den meisten Tourismusorten und Sehenswürdigkeiten tummeln
sich die Taxis.
Da würde man meinen die Preise wären bei dem Taxiangebot
niedrig. Man irrt.
Die Preise stehen, den unseren im nichts nach. Daher lohnt
sich ein Taxi nur bei mindestens vier Leuten (oder mehr).
Kurze Strecken sind jedoch, vergliechen mit unseren
Preisen, etwas günstiger.
Den Preis sollten sie vorher verhandeln, da es ansonsten
zu bösen Überraschungen kommen kann.
Außerdem kann es sein, dass sie sich das Taxi mit einer
anderen Person teilen müssen. Keine Sorge sie werden nur
mit Fahrgästen, die in die gleiche Richtung wollen,
zusammengesetzt.
Der Preis allerdings ist der gleiche, auch wenn die
andere Person vom Startpunkt A nach B fährt und sie
von A nach C, wobei B auf dem Weg nach C liegt.
Sie zahlen nicht wie man annehmen könnte nur von
B nach C, nein, sie zahlen den vollen Preis der
Strecke A bis C.
Noch ein Tipp:
Am Flughafen von Heraklion hängen
Preislisten aus, wo die häufigsten Distanzen mit den
dazugehörigen Preis aufgelisten sind.
Achtung:
In kleinen Orten wie z.B. Kalamaki ist es schwierig ein Taxi zu finden,
hier sollten sie sich vorher erkundigen, inwieweit der Ort
ein eigenes Taxi hat, oder gar ein Taxi telefonisch
anfordern.
Hier zwei nützliche Links zum Thema Taxi:
http://www.taxi-nikos.gr/?lang=de
http://www.taxireservations.gr/indexge.html
Und noch etwas, die Taxis haben in ganz Griechenland unterschiedliche Farben. So sind die Taxen aus Chania dunkelblau, die aus Heraklion sind grau.
